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FAQ & Troubleshooting🔗

Warum sehe ich einen Baustein ohne Assets?🔗

Prüfe im Modul Modellierung, ob der Baustein bereits mit Assets verknüpft ist.
Oft fehlt dort noch die Zuordnung; offene Prüfpunkte können ebenfalls Hinweise geben.

Schutzbedarf wird nicht vererbt – woran liegt das?🔗

Die Vererbung von Schutzbedarfen funktioniert nur, wenn bestimmte Voraussetzungen erfüllt sind. Prüfe folgende Punkte systematisch:

  1. SBF-Formular freigegeben?
    Die Vererbung kann nur für freigegebene SBF-Formulare berechnet werden. Prüfe im Bereich Schutzbedarfsfeststellung, ob das Formular den Status "abgeschlossen" oder "freigegeben" hat.

  2. Abhängigkeiten korrekt modelliert?
    Überprüfe im Bereich Abhängigkeiten, ob die Beziehungen zwischen Prozessen und Assets korrekt angelegt sind:

  3. Prozesse müssen mit Assets verknüpft sein
  4. Assets müssen untereinander verknüpft sein (z. B. Input-/Output-Beziehungen)
  5. Die Abhängigkeitsrichtung muss korrekt sein

  6. Objekte im Scope?
    Nur Objekte, die im jeweiligen Scope verknüpft sind, werden bei der Vererbung berücksichtigt. Prüfe, ob alle relevanten Prozesse und Assets im Scope enthalten sind.

  7. Vererbung neu berechnen
    Nach Änderungen an Abhängigkeiten oder nach Freigabe neuer SBF-Formulare musst du die Vererbung manuell neu berechnen:

  8. Wechsle in die Schutzbedarfs-Übersicht für den Scope
  9. Klicke auf „Vererbung berechnen"
  10. Das System durchläuft alle Abhängigkeitsketten und überträgt den höchsten Gesamtschutzbedarf

Häufige Fehlerquellen: - Abhängigkeiten wurden nach der SBF-Bewertung geändert, aber Vererbung nicht neu berechnet - SBF-Formular wurde noch nicht freigegeben - Objekte sind nicht im Scope verknüpft - Zirkuläre Abhängigkeiten können zu unerwarteten Ergebnissen führen

Es werden keine E-Mails bei Fristen versendet – was kann ich tun?🔗

E-Mail-Benachrichtigungen werden nur ausgelöst, wenn alle erforderlichen Informationen korrekt hinterlegt sind. Gehe folgende Checkliste durch:

Pflichtfelder prüfen🔗

  1. Verantwortliche Person hinterlegt?

    • In Maßnahmen: Feld "Verantwortliche Person" oder "Verantwortliche Rolle" muss gesetzt sein
    • In Dokumenten: Feld "Verantwortliche Person" muss gesetzt sein
    • In Audits: Feld "Verantwortliche Person" oder entsprechende Rollen müssen gesetzt sein
    • Die Person muss eine gültige E-Mail-Adresse im System haben
  2. Fälligkeitstermin gesetzt?

    • In Maßnahmen: Feld "Fälligkeit" oder "Zieltermin" muss gesetzt sein
    • In Dokumenten: Feld "Nächste Prüfung" muss gesetzt sein
    • In Audits: Feld "Auditdatum" oder "Frist" muss gesetzt sein
  3. Status korrekt?

    • Maßnahmen müssen den Status "offen", "in Umsetzung" oder "zur Genehmigung" haben (nicht "abgeschlossen")
    • Dokumente müssen aktiv sein (nicht archiviert)

Systemkonfiguration prüfen🔗

  1. E-Mail-Server konfiguriert?

    • Kontaktiere deine GRASP-Administration, um zu prüfen, ob der E-Mail-Server korrekt konfiguriert ist
    • Prüfe, ob E-Mails möglicherweise im Spam-Ordner landen
  2. Benachrichtigungen aktiviert?

    • In einigen Installationen können E-Mail-Benachrichtigungen global deaktiviert sein
    • Prüfe die Systemeinstellungen oder kontaktiere die Administration

Häufige Probleme🔗

  • Person hat keine E-Mail-Adresse: Aktualisiere das Profil der Person in der Organisation
  • Fälligkeit liegt in der Vergangenheit: E-Mails werden nur für zukünftige oder aktuelle Fristen versendet
  • Maßnahme bereits abgeschlossen: Abgeschlossene Maßnahmen lösen keine Erinnerungen mehr aus
  • Falsche Zeitzone: Prüfe, ob die Systemzeitzone korrekt eingestellt ist

Risikomatrix zeigt falsche Werte – wie funktioniert die Berechnung?🔗

Die Risikomatrix berechnet sich automatisch aus den Bewertungen von Eintrittswahrscheinlichkeit und Auswirkung. Wenn die angezeigten Werte nicht deinen Erwartungen entsprechen, prüfe folgende Punkte:

Berechnungslogik verstehen🔗

Die Risikoklasse ergibt sich aus der Kombination von: - X-Achse (Eintrittswahrscheinlichkeit): z. B. sehr gering, gering, mittel, hoch, sehr hoch - Y-Achse (Auswirkung): z. B. gering, mittel, hoch, sehr hoch

Die Matrix verwendet standardmäßig die BSI-Bewertungslogik, kann aber in der Systemkonfiguration angepasst sein.

Häufige Ursachen für falsche Werte🔗

  1. Falsche Bewertung in der Risikoanalyse

    • Öffne die Risikoanalyse für das betroffene Risiko
    • Prüfe, ob Eintrittswahrscheinlichkeit und Auswirkung korrekt eingetragen sind
    • Achte darauf, ob Initialrisiko oder Restrisiko angezeigt wird
  2. Falscher Scope oder Filter

    • Prüfe, welcher Scope in der Risikomatrix ausgewählt ist
    • Prüfe die Filtereinstellungen (Status, Ressourcentyp, Modul)
    • Stelle sicher, dass abgeschlossene Risikobewertungen einbezogen werden (falls gewünscht)
  3. Veraltete Bewertungen

    • Risiken können archiviert oder neu gestartet worden sein
    • Prüfe in der Risikohistorie, ob es neuere Bewertungen gibt
    • Aktiviere ggf. die Anzeige archivierter Bewertungen
  4. Maßnahmen nicht berücksichtigt

    • Die Risikomatrix zeigt standardmäßig das Initialrisiko (vor Maßnahmen)
    • Um das Restrisiko (nach Maßnahmen) zu sehen, musst du die Restrisikobewertung abgeschlossen haben
    • Prüfe, ob im Filter zwischen Initial- und Restrisiko unterschieden wird
  5. Konfiguration der Matrix

    • Die Risikomatrix-Konfiguration kann pro Installation angepasst sein
    • Kontaktiere deine GRASP-Administration, um die Bewertungslogik zu prüfen

Lösung🔗

  • Einzelnes Risiko prüfen: Öffne die Risikoanalyse für das betroffene Risiko und prüfe die Bewertungen
  • Filter zurücksetzen: Setze alle Filter zurück und prüfe, ob das Problem weiterhin besteht
  • Bewertung aktualisieren: Falls die Bewertung falsch ist, korrigiere sie in der Risikoanalyse
  • Administration kontaktieren: Bei systematischen Problemen die GRASP-Administration informieren

Scope-Objekte fehlen in Modulen – Verknüpfungsprobleme🔗

Wenn Prozesse, Assets oder andere Objekte in einem Modul nicht angezeigt werden, obwohl sie im Scope verknüpft sind, prüfe folgende Punkte:

Häufige Ursachen🔗

  1. Objekt nicht im Scope verknüpft

    • Öffne den Scope im jeweiligen Modul (z. B. "Anwendungsbereich" im ISMS, "Informationsverbund" im IT-Grundschutz)
    • Prüfe, ob das Objekt in der Liste der verknüpften Objekte erscheint
    • Falls nicht: Verknüpfe das Objekt manuell mit dem Scope
  2. Falscher Scope ausgewählt

    • Prüfe, welcher Scope in der aktuellen Ansicht ausgewählt ist
    • Wechsle ggf. zum korrekten Scope oder verknüpfe das Objekt mit dem richtigen Scope
  3. Objekt nicht im Inventar vorhanden

    • Prüfe im Bereich Inventarisierung, ob das Objekt überhaupt angelegt ist
    • Prüfe, ob das Objekt möglicherweise gelöscht oder archiviert wurde
  4. Fachliche Relevanz

    • Manche Objekte werden nur in bestimmten Modulen angezeigt, wenn sie die richtige "fachliche Relevanz" haben
    • Prüfe die Objekteigenschaften und stelle sicher, dass das Modul in der fachlichen Relevanz ausgewählt ist
  5. Berechtigungen

    • Prüfe, ob deine Rolle Zugriff auf das Objekt hat
    • Manche Objekte sind möglicherweise für deine Rolle nicht sichtbar

Lösung🔗

  1. Scope prüfen: Öffne den Scope und vergewissere dich, dass alle benötigten Objekte verknüpft sind
  2. Objekt neu verknüpfen: Entferne und füge das Objekt erneut zum Scope hinzu
  3. Inventar prüfen: Stelle sicher, dass das Objekt im Inventar existiert und aktiv ist
  4. Berechtigungen prüfen: Kontaktiere die Administration, um deine Berechtigungen zu prüfen

Performance-Probleme bei großen Datenmengen🔗

Wenn GRASP bei großen Datenmengen langsam reagiert, können folgende Maßnahmen helfen:

Optimierungsmöglichkeiten🔗

  1. Filter verwenden

    • Nutze die Filterfunktionen konsequent, um nur relevante Daten anzuzeigen
    • Filtere nach Scope, Status, Modul oder anderen Kriterien
    • Vermeide es, alle Daten gleichzeitig anzuzeigen
  2. Scope-Größe reduzieren

    • Große Scopes mit vielen Objekten können die Performance beeinträchtigen
    • Erwäge, Scopes in kleinere, fokussierte Bereiche aufzuteilen
    • Nutze mehrere Scopes statt einem sehr großen Scope
  3. Archivierung nutzen

    • Archiviere abgeschlossene Risikobewertungen, Audits oder alte SBF-Formulare
    • Reduziere so die Anzahl aktiver Datensätze in der Übersicht
  4. Export statt Anzeige

    • Für große Auswertungen nutze die Export-Funktionen (PDF, Excel, CSV)
    • Öffne nicht alle Details gleichzeitig in der Browser-Ansicht
  5. Browser-Cache leeren

    • Leere den Browser-Cache oder nutze einen Inkognito-Modus
    • Alte gecachte Daten können zu Verwirrung führen

Systemseitige Maßnahmen🔗

  1. Administration kontaktieren
    • Bei anhaltenden Performance-Problemen die GRASP-Administration informieren
    • Mögliche Ursachen: Server-Ressourcen, Datenbank-Indizes, Netzwerk-Latenz
    • Die Administration kann ggf. Systemoptimierungen vornehmen

Best Practices🔗

  • Regelmäßige Bereinigung: Entferne oder archiviere nicht mehr benötigte Testdaten
  • Strukturierte Scopes: Nutze mehrere, fokussierte Scopes statt einem großen
  • Selektive Anzeige: Zeige nur die Daten an, die du aktuell benötigst

Export/Import-Fehler – CSV und andere Formate🔗

Bei Problemen mit Export- oder Import-Funktionen prüfe folgende Punkte:

CSV-Import-Probleme🔗

  1. Dateiformat prüfen

    • CSV-Dateien müssen im UTF-8-Format gespeichert sein (mit oder ohne BOM)
    • Verwende als Trennzeichen ein Komma (,), nicht Semikolon
    • Prüfe, ob die Datei korrekt formatiert ist (keine leeren Zeilen am Anfang/Ende)
  2. Pflichtfelder vorhanden?

    • Prüfe die Import-Vorlage oder Dokumentation, welche Felder zwingend erforderlich sind
    • Häufige Pflichtfelder: Name/Bezeichnung, Typ, Status
    • Fehlende Pflichtfelder führen zum Abbruch des Imports
  3. Datenformat korrekt?

    • Datumsfelder müssen im erwarteten Format sein (z. B. DD.MM.YYYY oder YYYY-MM-DD)
    • Zahlenfelder dürfen keine Textzeichen enthalten
    • E-Mail-Adressen müssen gültig formatiert sein
  4. Duplikate vermeiden

    • Prüfe, ob Objekte mit gleichem Namen bereits existieren
    • Nutze ggf. die Update-Funktion statt Neuanlage

Export-Probleme🔗

  1. Export-Format prüfen

    • Manche Export-Formate (PDF, Excel) benötigen mehr Zeit bei großen Datenmengen
    • Nutze bei sehr großen Datenmengen ggf. CSV-Export
    • Prüfe, ob der Export abgebrochen wurde (Timeout)
  2. Berechtigungen

    • Prüfe, ob deine Rolle Export-Funktionen nutzen darf
    • Manche Exporte sind möglicherweise nur für bestimmte Rollen verfügbar

Lösung🔗

  1. Fehlermeldung beachten: Die meisten Import-Fehler zeigen eine konkrete Fehlermeldung mit Zeilennummer
  2. Vorlage verwenden: Nutze die offizielle CSV-Vorlage für Imports, falls verfügbar
  3. Kleine Test-Importe: Teste zunächst mit wenigen Datensätzen, bevor du große Importe durchführst
  4. Administration kontaktieren: Bei systematischen Problemen die GRASP-Administration informieren

Häufige Fehlerquellen🔗

  • Falsche Zeichencodierung: Datei muss UTF-8 sein
  • Falsches Trennzeichen: Komma statt Semikolon verwenden
  • Fehlende Pflichtfelder: Alle erforderlichen Spalten müssen vorhanden sein
  • Ungültige Datenformate: Datum, Zahlen, E-Mails müssen korrekt formatiert sein
  • Zu große Dateien: Bei sehr großen Dateien den Import in kleineren Batches durchführen